Poetische Verfahren

Poetische Verfahren besitzen eine besondere Kraft: Man kann sie zur Gestaltung nutzen, aber auch als Analyseinstrumente, zu Auseinandersetzungen und für Reflexions-, Bewusstseins- und Klärungsprozesse. Dabei können wir erkennen, was uns tief drinnen beschäftigt, uns wirklich etwas bedeutet. Und dies auch kommunizieren. Dafür nutze ich in Arbeitsprozessen das ‚Wissen in der Sprache‘, um Begriffe zu „zerlegen“ und ästhetisch-künstlerische Verfahren, um eigene Wahrnehmungen und Erinnerungen zu erweitern. Diesen Ansatz verfolge ich auch in meinen Workshops, in denen ich Menschen dabei unterstütze, das gleiche zu tun.

Sören Kirkegaard: „Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.“

Ergebnis: Wir wissen anschließend mehr über uns selbst. Folge: Wir werden uns selbst bewusst. Im Laufe der Zeit bringt dies eigenes Selbstverständnis und Selbstvertrauen mit sich, im Bewustsein unserer eigenen Gestaltungskraft und Geschichte. Bei regelmäßiger Durchführung hören wir uns mit der Zeit selber viel öfter zu, und den anderen auch.

Dabei ist der Bewusste Umgang mit Sprache auch in sofern bedeutend, als dass unsere Sprache unser Denken beeinflusst und damit unsere Haltung, die wir zu uns selbst und zu anderen haben. Auch wie wir miteinander kommunizieren – und ob überhaupt. Werden wir uns dieser Zusammenhänge konstruktiv bewusst und nutzen wir sowohl unser spielerisches, als auch unser analytisches Potential als Denkende und Handelnde, trägt das zu einem neuen wertschöpfenden Umgang mit uns selbst bei, und mit den anderen.