Ein Poetischer Spielraum

ist ein Shared Learning Format mit poetischen Verfahren, für Gruppen mit bis zu 12 Personen. Dort finden individuelle Reflexionen zu Schlüsselthemen unserer Arbeits- und Lebenswelt statt. Alle Teilnehmer*innen schreiben aus ihren Perspektiven zum ausgewählten Thema, auf diversen Ebenen. Dabei kommen sowohl rational-logische, als auch emotional-intuitive Positionen „zur Sprache“. Im Anschluss werden die Texte vorgelesen. Dabei geht es nicht um Bewertungen und literarische Qualität, sondern um ein „Gehört werden“. Jede/r kann mitmachen. Poetische Spielräume entfalten ihre Kraft aus dem Zusammenspiel der Einzelnen in der Gruppe, wie ein Orchester, in dem alle Instrumente gebraucht werden, als wichtige Teile eines Ganzen. Ein Poetischer Spielraum kann in Wohnzimmern, Schulklassen, Besprechungsräumen, Hallen von Bibliotheken, etc. stattfinden, heute sogar via zoom.

Poetische Verfahren sind vielfältig und ein Mix aus spielerischen Mitteln,  Ästhetischer Praxis, Poetischem Schreiben, Künstlerischen Kurzforschungen. Zusammen besitzen sie eine besondere Kraft als Reflexions- und Analyseinstrumente, zu Auseinandersetzungen, für Bewusstseins- und Klärungsprozesse. Mit ihnen können wir erkennen was uns tief beschäftigt. Was uns etwas bedeutet. Und dies auch kommunizieren. Ergebnis: Wir wissen mehr über uns und werden uns selbst bewusst. So bekommen wir ein eigenes Selbstverständnis und schließlich Selbstvertrauen. Wobei die Verfahren immer wieder in unserem Alltag Anwendung finden müssen. Dann helfen sie uns und bereichern uns vielfältig.

Dabei ist der Bewusste Umgang mit Sprache so bedeutend, weil unsere Sprache unser Denken beeinflusst, also auch unsere Haltung, die wir zu uns selbst einnehmen, und zu anderen. Nutzen wir unser spielerisches und unser analytisches Potential als denkende und handelnde Menschen, trägt dies zu vielfältigen Beziehungsstiftungen bei. Und trägt dies bei, zu einem neuen, aus uns selbst heraus Wert schöpfenden Umgang, mit uns selbst und mit anderen Menschen.