Sieben Felder

Jugendliche dreier Berliner Sekundarschulen untersuchten Wichtigkeiten ihrer Alltagskulturen: Artefakte, Handlungen, Symbole, Rituale. Die sie dann innerhalb ihrer Ästhetischen Forschungen den Begriffen: Teilen + Tauschen, Sammeln + Besitzen, Lieben + Begehren, Glauben + Hoffen, Schaffen + Gestalten, Feiern + Chillen, zu sortierten.
Die Jugendlichen hatten unterschiedliche kulturelle und religiöse Hintergründe. Begleitet wurden sie dabei von mir, dem Filmemacher Rainer Untch, dem Musiker Zarko Jovasevic, der Fotografin Julia Schemberger und Studenten der Ethnologie.
Dabei wurden angebliche Selbstverständlichkeiten durch die Schüler infrage gestellt und neue Zuordnungen geschaffen. Beispiel:
In der anschließenden Ausstellung im Haus der Kulturen der Welt fanden Kopftücher ihren Platz in der Rubrik Teilen + Tauschen und nicht im Feld Glauben + Hoffen. Denn es ist in den Herkunftsfamilien der Schüler üblich, Kopftücher mit Müttern und Schwestern zu teilen.

Wechselwirkung:
Über diese Arbeit fanden die Jugendlichen Zugang zu einem Ausstellungshaus, das viele zuvor nicht kannten.
Für die Besucher des Ausstellungshauses eröffneten sich Einblicke in sonst größtenteils verschlossene Welten.

Ästhetische Forschung in drei Workshops + Ausstellung I Initiative Ästhetische Feldforschung I Bundeszentrale für politische Bildung I Humboldt Universität Berlin, Institut für Europäische Ethnologie I Haus der Kulturen der Welt I Int. Kunst- und Kulturhaus Schlesische27I Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung I Rudolf-Diesel-Schule, Berlin Wilmersdorf I Ferdinand-Freiligrath Schule, Berlin Kreuzberg I Oberschule am Brunnenplatz, Berlin Wedding